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Die Wegkreuzung von Soll und Muss

Welche Richtung wirst du wählen?

In Anlehnung an Elle Lunas „The Crossroads of Should an Must“

Es gibt im Leben zwei Wege: Soll und Muss. Und wir gelangen immer wieder an eine Wegkreuzung, an der wir uns für eine der beiden Richtungen entscheiden müssen.

Soll ist was Andere von uns erwarten: Was wir denken sollen, was wir sagen sollen, was wir tun sollen und was nicht. Es ist die Vielzahl an Erwartungen die Andere in uns stecken. Wenn wir uns für Soll entscheiden ist unser Weg reibungslos und das Risiko minimal.

MUSS IST ANDERS

Muss ist wer wir sind und woran wir glauben. Muss ist unser Bauchgefühl, unser Verlangen und unsere Sehnsüchte. Muss ist was passiert wenn wir aufhören uns den Idealen Anderer anzupassen und damit beginnen uns mit uns selbst zu verbinden. Wenn wir uns für Muss entscheiden, brauchen wir nicht mehr im Außen zu suchen sondern hören auf unser Inneres.

Muss ist was wir tun müssen um authentisch zu sein. Muss ist ein Pablo Picasso, der in seinem Tun aufgeht, dessen Leben seine Arbeit war und umgekehrt: „Nicht was jemand macht zählt, sondern was er ist“. Muss ist wenn unsere Arbeit mit unserem Leben verschmilzt, wenn unsere Jobbeschreibungen und Jobtitel keinen Sinn mehr machen, weil wir nicht mehr zur Arbeit gehen sondern die Arbeit selbst sind. Muss ist wenn wer wir sind und was wir machen das Selbe sind, wenn unsere Arbeit so eng mit uns verbunden ist, dass wir das Produkt nicht mehr von der Person unterscheiden können.

MUSS IST GROSSARTIG

Wenn Muss so großartig ist, warum wählen wir diesen Weg dann nicht jeden Tag? So verlockend es auch klingt, sich für Muss zu entscheiden kann schwer sein und Angst machen. Vergleichbar mit dem Sprung von einer hohen Klippe ohne den Boden zu sehen.

The two most important days in your life are the day you are born and the day you find out why.

– Mark Twain –

SICH FÜR MUSS ZU ENTSCHEIDEN ERFORDERT MUT

In dem Moment, in dem wir über den Abgrund hinausblicken um unser Muss zu finden, wird uns die erschreckenden Aussicht bewusst möglicherweise am Ende alleine dazustehen, zu scheitern und gedemütigt zu werden. Das ist der Zeitpunkt, an dem sich die meisten Menschen gegen den Sprung ins Ungewisse entscheiden – die große Unbekannte, der Ort wo Nichts garantiert und Alles möglich ist.

Es gibt viele Ängste und vermeintliche Hindernisse die uns auf dem Weg zu unserem Muss im Weg stehen. Geld kann uns einen Tag, einen Monat oder ein ganzes Jahr an Zeit kaufen – zu wenig davon jedoch in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Es ist auch leicht seinen Job zu kündigen und ein One-Way-Ticket ins vermeintliche Paradies zu buchen. Nach einer Weile stellen wir jedoch fest, dass der Wiedereinstieg in die „reale Welt“ schwer sein kann.

Sich für Muss zu entscheiden heißt gleichzeitig sich gegen Soll zu entscheiden. Und Soll kommt von einem Ort den wir zu Hause nennen – die Menschen die wir lieben, die Welt die wir uns erschaffen haben und die uns bis heute definiert hat. Wir haben Angst davor unser zu Hause zu enttäuschen indem wir scheitern.

DIE WORST-CASE-SCENARIO LISTE

Unsere Angst zu scheitern kann uns derart lähmen, dass wir gar nicht erst in Aktion treten. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns diesen Ängsten stellen. Nimm ein Blatt Papier, schreibe auf der linken Seite untereinander die Zahlen 1 bis 10 und darüber als Titel „Wovor ich so große Angst habe!“. Das ist deine Worst-Case-Scenario Liste. Beschreibe deine 10 größten Ängste und male dir aus, was im schlimmsten Fall passieren kann wenn du dich für Muss entscheidest.

Nimm dir dafür nicht länger als 10 Minuten Zeit. Wenn du fertig bist, gehe Punkt für Punkt noch einmal durch und beantworte für dich ganz offen und ehrlich wie realistisch deine jeweiligen Ängste sind. Du wirst merken, dass einige deiner Ängste völlig unbegründet oder nur mehr halb so schlimm sind, wenn du sie einmal niedergeschrieben vor dir siehst.

TÄGLICHE ÜBUNG

Nur weil wir uns gestern noch für Soll entschieden haben, heißt das nicht, dass wir uns heute nicht für Muss entscheiden können. Und nur weil wir uns heute für Muss entschieden haben, bewahrt es uns nicht davor morgen schon wieder ins Soll zu wechseln. Sich immer wieder für Muss zu entscheiden macht es mit der Zeit leichter. Und du wirst merken, dass sich neue Türen öffnen, die du dir zuvor nicht mal vorstellen konntest. Immer wieder stehen wir vor der Wahl, in welche Richtung sich unser Leben entwickelt und welchen Weg wir an der Kreuzung nehmen sollen.

Heute kannst du dich entscheiden.